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Band 34: Brauchen wir Anlageberatung? Eine

Finanzdienstleistung mit Hindernissen (2019)

 

von M. Germann und M. Weber

 

Deutschland gilt nicht als Land der risikofreudigen Anleger. Laut des

Deutschen Aktieninstituts investieren im Jahr 2018 nur etwa 16% der

Deutschen direkt oder indirekt in den Aktienmarkt. Für eine erfolg-

reiche Altersvorsorge ist die niedrige Aktienquote problematisch. Ohne

Partizipation am Unternehmertum verzichen die meisten Deutschen

auf die sogenannte "Equity Premium", die (Über-)Rendite von Aktien

über dem risikofreien Zins. Aber auch wenn Anleger am Aktienmarkt

investieren, besteht deutliches Verbesserungspotential. Eine Reihe von

wissenschaftlich nachweisbaren Anlagefehlern kosten Anleger bares

Geld und erschweren den Vermögensaufbau.

Mit funktionierender Anlageberatung könnten sowohl Deutsche an den

Aktienmärkten gebracht, als auch ihre Anlagefehler korrigiert werden.

In diesem Band fassen wir zusammen, inwiefern Anlageberatung

diesen Aufgaben nachkommt. Schaffen es Anlageberater wirklich, ihre

Kunden zum Eingehen finanzieller Risiken zu bewegen? Und wenn ja,

handeln Anlageberater auch im besten Interesse ihrer Kunden, wenn

es um die Wahl der Anlage geht?

Lässt man Daten sprechen, so zeigt sich für Anlageberatung ein eher ernüchterndes Bild. Insbesondere wenn sich Anlage-beratung an der Maxime von maximaler Diversifikation bei minimalen Kosten messen lassen muss, offenbart sich deutlicher Optimierungsbedarf. Anhand einzelner Studien gehen wir daher der überspizt formulierten Frage nach: Wollen Anlageberater

nicht besser, oder können sie womöglich nicht besser?

Abschließend zeigen wir in diesem Band aber auch die Lichtblicke der Forschung zu Anlageberatung. Zum einen scheint es Anlageberatern zu gelingen, Kunden an den Aktienmarkt heranzuführen. Zum anderen scheinen viele Anleger "beratungsresistent" zu sein, selbst wenn objektiv gute Beratung gegeben wird. Allein Anlageberater für verschenkte Renditen verantwortlich zu machen, ist daher die falsche Schlussfolgerung aus dem aktuellen Stand der Forschung.

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