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Band 30: Entsparen im Alter - Portfolioentnahme-

strategien in der Rentenphase (2017)

 

von P. Schreiber und M. Weber

 

Der Fokus der Finanzberatung und der wissenschaftlichen Forschung

lag in der Ver-gangenheit klar auf der Ansparphase des Vermögens.

Weitaus weniger Beachtung findet die Frage nach optimalen Strategien

zum Entsparen im Alter. Dennoch, oder gerade deshalb, stehen viele

Sparer mit Rentenbeginn vor folgender komplexen Fragestellung:


1) Wie soll das akkumulierte Vermögen am besten konsumiert werden?
2) Wie sollte das Vermögen in der Rentenphase investieren werden?


Um der Antwort näher zu kommen, vergleichen wir vier potentielle

Entnahmestrategien und drei Anlagestrategien miteinander. Die Be-

wertung findet mittels 10.000 Kapitalmarktsimulationen auf Basis

historischer Daten statt. Bezüglich der Entnahmestrategien zeigt sich,

dass ein Entscheider vier zentrale Kenngrößen gegeneinander

abwägen muss:


1) Höhe der jährlichen Entnahme (Konsum),
2) Risiko das Vermögen vor Ablauf des Planungszeitraums

zu verbrauchen (Pleiterisiko),
3) Schwankungen im Konsum (Lebens-standardrisiko) und
4) Risiko das Vermögen nicht komplett zu verkonsumieren (ungeplantes Erbe).


Dabei kann der jährliche Konsum nur gesteigert werden, wenn der Entscheider bereit ist, mindestens eines der drei Risiken einzugehen. Es muss also eine Risiko-Konsum-Abwägung getroffen werden. Die richtige Anlagestrategie spielt dabei eine zentrale Rolle. Wir vergleichen eine sichere Anlage mit einer Anlage in den DAX und der Weltportfoliostrategie nach Jacobs et al. 2014; dargestellt im Behavioral Finance Band 17. Die sichere Anlage ermöglicht Entnahmen ohne die Risiken 2) - 4) einzugehen und dient somit als Benchmark. Die riskante Anlage in den DAX oder das Weltportfolio führt zu einem deutlich höheren Konsum, bei höherem Risiko. Allerdings kann das Risiko mittels Diversifikation reduziert werden. Für unsere Entnahmestrategien zeigt sich daher, dass die Investition in das breit, über Assetklassen hinweg, diversifizierte Wertpapierportfolio besser abschneidet als die Investition in den DAX.

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