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Band 2: Overconfidence - Schätzen Anleger

ihre Kenntnisse falsch ein? (1999)

 

von A. Laschke und M. Weber

 

Vor einigen Jahren fragten amerikanische Forscher rund 3000 Gründer

von jungen Unternehmen, wie hoch ihrer Meinung nach die

Überlebenschance ihres Unternehmens im Markt sei. 33% der Befragten

waren fest davon überzeugt, daß ihr Unternehmen in 5 Jahren noch

existieren würde, und 81% der Befragten glaubten, eine

Überlebenschance von mindestens 70% zu haben. Vergleicht man

diese Angaben mit den tatsächlichen Erfolgsaussichten von neu

gegründeten Unternehmen, so scheinen sich die Befragten maßlos

zu überschätzen: In der Regel sind 75% dieser Unternehmen nach

5 Jahren wieder vom Markt verschwunden. Wie zahlreiche

Untersuchungen gezeigt haben, schätzen Individuen in vielerlei

Situationen Wahrscheinlichkeiten oder Wahrscheinlichkeitsverteilungen

falsch ein. Dabei sind sie oft – wie im Fall der Unternehmer – nicht

nur zu optimistisch, sondern auch zu sicher. So gehen Investoren z.B.

von zu engen Verteilungen bzgl. zukünftiger Aktienrenditen aus. Ärzte

glauben, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit richtige Diagnosen

zu stellen, als dies tatsächlich der Fall ist. In solchen Situationen

sprechen wir davon, daß Individuen einen “Overconfidence Bias”

aufweise: Sie überschätzen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, den

Informationsgehalt von Nachrichten oder die Qualität ihrer Prognosen.

In diesem Forschungsbericht wollen wir Ihnen die Auswirkungen des

“Overconfidence Bias” sowohl auf individueller als auch auf Marktebene aufzeigen. Zunächst werden wir diskutieren, was eigentlich eine “gute Einschätzung” von Wahrscheinlichkeitsverteilungen ausmacht, und in welchen Situationen am häufigsten von diesem Ideal abgewichen wird. In diesem Zusammenhang werden auch die Entstehungsursachen des “Overconfidence Bias” und Möglichkeiten zu seiner Verringerung zu nennen sein. Wir hoffen, Ihnen damit eine konkrete Hilfe zur Verbesserung Ihrer eigenen Entscheidungen zu geben.

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