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Band 19: Kodex zur Anlageberatung (2009)

 

von M. Weber

 

Viele Bürger müssen und wollen mehr finanzielle

Eigenverantwortung übernehmen. Die Gründe dafür spitzen sich

zu: Regelmäßige Arbeitseinkommen sind über lange Zeiträume

höchstens noch für Beamte sicher, die Zahlungen aus der gesetzlichen

Rente werden kaum mehr auskömmlich sein. Zudem ist für die

Ausbildung der Kinder vorzusorgen, und auch für das Seniorenstift

muss – in nicht vorhersehbarer Höhe – gespart werden.

Um für die Zukunft finanziell gewappnet zu sein, muss der

Entscheider festlegen, welcher Teil des – nicht sicher zu

prognostizierenden – verfügbaren Einkommens zu unterschiedlichen

Zeitpunkten des Lebens gespart beziehungsweise konsumiert werden

soll. Gleichzeitig stellt sich immer wieder die Frage, wie sicher das

gesparte Geld angelegt werden soll. Das ist wichtig, da das Risiko einer

Geldanlage untrennbar mit deren erwarteter Rendite verknüpft ist.

Und dabei variiert dann noch die Risikobereitschaft von Mensch zu

Mensch und von Lebensabschnitt zu Lebensabschnitt – bei Dinks

(double income no kids) ist sie vermutlich meistens größer als bei

Großeltern. Schon diese kurzen Ausführungen zeigen, dass es nicht

einfach ist, individuell optimale Anlageentscheidungen zu treffen.

Bedenkt man, dass wir noch nicht über die Auswahl konkreter

Anlageprodukte, Versicherungen oder gar Steuern gesprochen haben, wird deutlich, dass ein Großteil der Bevölkerung für diese komplexen Entscheidungen eine vernünftige Beratung gut gebrauchen könnte. Doch die Qualität der Heerscharen von Anlageberatern und Finanzplanern ist, um es vorsichtig zu sagen, unterschiedlich.

In diesem Band definieren wir einen wissenschaftlich fundierten Kodex der Anlageberatung. Wir zeigen, woran sich ein guter Berater erkennen lässt, welche Fragen er stellen muss, welche Daten er erheben sollte und wie er manipulieren kann. Die Ergebnisse werden in einer Fragen-Checkliste zusammengefasst. Mit ihrer Hilfe ist es für Anleger möglich, ihren Berater objektiv besser kennen und einschätzen zu lernen. Vice Versa steht es Beratern offen, sich anhand der Liste selbstkritisch zu überprüfen. Fest steht auch, dass die Finanzbranche Produkte mit hohen Gebühren kreiert hat, die keinem Kodex standhalten. Diese Anlageprodukte gilt es zu identifizieren. Sie müssen vom Markt verschwinden, besser noch gar nicht erst zugelassen werden, damit Banken, Versicherungen und Vertriebe sich nicht auf Kosten der Sparer bereichern.

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