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Band 17: Anlegen mit fundierter Diversifikation - 

Auf der Suche nach dem

bestmöglichen „Weltportfolio“ (2016)

 

von H. Jacobs, S. Müller und M. Weber

 

Aktualisierte Version 2016 

 

In welche Anlagewerte sollte man gemäß welcher Aufteilungsregel

investieren, um die Rendite-Risiko-Struktur eines Portfolios zu

optimieren? Mit dieser zentralen Frage sehen sich Privatanleger, die

durch überlegte Streuung ihr Vermögen bestmöglich aufteilen

möchten, in der Praxis konfrontiert. Dieses Diversifikation genannte

Konzept beruht auf dem überlegten Kombinieren von

Vermögenswerten, die einerseits eine attraktive erwartete Rendite

bieten, sich aber andererseits möglichst unabhängig oder gar

gegenläufig voneinander entwickeln. Der Wert eines solch breit

gestreuten Portfolios unterliegt dann geringen Schwankungen, ohne

dass man dafür auf erwartete Renditen verzichten muss. Aus diesem

Grund wird Diversifikation häufig als „the only free lunch in investment“

bezeichnet. So unumstritten und ansprechend der Grundgedanke

hinter dem Diversifikationskonzept auch ist – das Problem seiner

optimalen praktischen Umsetzung bleibt. Um der Lösung näher zu

kommen, haben wir mittels einer empirischen Studie 1 für den

Zeitraum von Anfang 1973 bis Ende 2012 ein breites Spektrum an Diversifikationsmethoden untersucht. Die Ergebnisse, die wir in diesem Artikel vorstellen, sind gute Nachrichten für Kleinanleger: Erstens liefern komplexe mathematische Optimierungsmodelle in der Realität keine besseren Resultate als Diversifikationsstrategien, denen auch Privatinvestoren problemlos folgen können. Zweitens sind diese mit wenigen, simplen Verhaltensweisen erzielbaren Gewinne aus Rendite-Risiko-Sicht substanziell. Aus diesem Grund schlagen wir einen einfach und kostengünstig zu realisierenden Ansatz zur Vermögensstreuung vor. Konkret vergleichen wir die Eignung prominenter Erweiterungen des wissenschaftlichen Markowitz (1952)-Modells mit auf einfachen Investitionsregeln basierenden, heuristisch motivierten Ansätzen zur Konstruktion eines „Weltportfolios“. Darunter verstehen wir eine möglichst effiziente Aufteilung des liquiden Vermögens auf unterschiedliche Regionen sowie verschiedene, risikobehaftete Anlageklassen (Aktien, Renten, Rohstoffe).

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